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Neue Publikation erschienen
in den Mühlhäuser Beiträgen Heft 33:

CLAUßEN, A. (2010): Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros, Bechstein 1800). Einziges bekanntes Reproduktionsquartier im Unstrut-Hainich-Kreis in Pfafferode / Mühlhausen. Mühlhäuser Beiträge 33, 21 – 30.


Sie ist eine „sehr gemeine“ Fledermaus, schrieben vor 200 Jahren noch die Gelehrten (Bechstein 1796). Eine Fledermausart, die überall, mit Ausnahme von Norddeutschland, anzutreffen war. Lang ist das her. Heute ist die Kleine Hufeisennase eine Rarität der heimischen Fledermausfauna. Das Hauptverbreitungsgebiet ist auf Thüringen, Sachsen und Bayern zusammengeschrumpft. Hier zählt man nicht mehr die Kolonien, sondern die einzelnen Tiere.

Und außerhalb des Hauptverbreitungsgebietes? In den meisten Bundesländern ist sie ausgestorben. Die Gründe für die Bestandszusammenbrüche der Art sind durch den massiven Einsatz von hochtoxischen Pestiziden wie Lindan und DDT in der Landwirtschaft und als Holzschutzmittel bei der Bekämpfung von Schadinsektenbefall in Dachstühlen nachgewiesen. Offensichtlich ist dies aber nicht die alleinige Ursache des Rückzuges der Kleinen Hufeisennase in ganz Mittel- und Westeuropa. Die Zerstörung der Sommer- und Winterquartiere durch Abriss, Verschluss oder Sanierung von Gebäuden dezimierten die Bestände. Die Veränderung der Landschaft durch Nutzungsintensivierung der modernen Landwirtschaft geht einher mit Nahrungsverlusten und in der Folge mit der Abwanderung der Fledermäuse. Aber auch die Zerschneidung von Lebensräumen durch Straßenbau-maßnahmen wirkt negativ auf die Bestände ein.

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